Schleswig-Holstein
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Der Generalstaatsanwalt Schleswig-Holstein empfing JUNGE GRUPPE des WEISSEN RING SH

Der Generalstaatsanwalt Schleswig-Holstein, Wolfgang Müller-Gabriel, empfing am 21. April 2015 die JUNGE GRUPPE des WEISSEN RINGS Schleswig-Holstein. Die JUNGE GRUPPE erhielt hierbei die Möglichkeit, das neue Präventionsprojekt „Mut gegen Wut“ dem obersten Staatsanwalt des Landes Schleswig-Holstein persönlich vorzustellen.

"Ich schätze das Engagement gerade junger Menschen in der ehrenamtlichen Opferarbeit des WEISSEN RING sehr, so Generalstaatsanwalt Müller-Gabriel. Auf das Projekt wurde ich am 22. März 2015 beim "Tag der Kriminalitätsopfer" des WEISSEN RINGS in Lübeck aufmerksam. Dort erwuchs der Gedanke, mir dieses Projekt im Detail vorstellen zu lassen", so Müller-Gabriel weiter. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der JUNGEN GRUPPE nahm der Landesvorsitzende des WEISSEN RINGS, Uwe Döring, Justizminister a. D. des Landes Schleswig-Holstein, dieses Angebot sehr gerne an; "Das Präventionsprojekt 'Mut gegen Wut' der JUNGEN GRUPPE Schleswig-Holstein ist ein Angebot an Schulen für die Sekundarstufe I. Ziele dieses Präventionsprojektes sind, die Wahrnehmung und das Bewusstsein in den Themenschwerpunkten Mobbing, Cybermobbing und Bullying bei Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu beeinflussen und diese hinsichtlich der Gefahren sowie Folgen für Täter und Opfer zu sensibilisieren", beschreibt Uwe Döring die Zielsetzung des Projektes. Die JUNGE GRUPPE wurde im Dezember 2013 durch Sina Kühl, Sabine Schober und Britt Kasparek in Kiel gegründet. Als Studentinnen der Rechtwissenschaften an der CAU zu Kiel gelang es ihnen in kurzer Zeit weitere Kommilitonen für die Opferarbeit im WEISSEN RING zu gewinnen. "Das Team der JUNGEN GRUPPE besteht aus Jura-, Pädagogik- und Psychologiestudierenden, die sich eingehend mit der Mobbingproblematik auseinander gesetzt und bei aller Ernsthaftigkeit des Themas nicht ihr Alter vergessen haben", beschreibt Sina Kühl die Zusammensetzung. Bereits kurz nach Gründung entstand die Idee eines Präventionsprojektes. Gleich zu Beginn stand fest; Mit diesem Projekt sollen eigene Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpft in die Lebenswirklichkeit junger Menschen übertragen werden. Auf Basis dieser Vorüberlegungen entstand in den folgenden Monaten das Präventionsprojekt für Schulen "Mut gegen Wut".

 

Die Ziele des Präventionsprojektes sind: Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sollen·

  • für Mobbing, Bullying und Cybermobbing sensibilisiert werden.
  • sich mit den Folgen auf Täter- und Opferseite auseinandersetzen, aber auch die des duldenden Zuschauers.
  • Hilfsmöglichkeiten kennenlernen und erfahren an wen sie sich in einer persönlichen Notsituation wenden können.

Dadurch soll erreicht werden, dass·

  • Mobbing, Cybermobbing und Bullying verringert wird.
  • Schülerinnen und Schüler Mobbing, Cybermobbing und Bullying nicht dulden.
  • die Schülerinnen und Schüler gestärkt werden und sie sich Hilfe holen, falls sie betroffen sind 
oder sich weiter informieren möchten
.

Die Projektziele sollen erreicht werden durch:

  • Authentische Interaktion und Dialog mit jungen Menschen durch Mitglieder der JUNGEN GRUPPE.
  • Aufklärung über Gefahren und Folgen für Täter und Opfer.
  • Diskussionen, Rollenspiele und Gruppenarbeiten sollen die Thematik auf die Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern abgestimmt aufbereiten und aktiv in den schulischen Alltag implementieren. Lernprozesse werden hierdurch verstärkt.

 

Die Zielerreichung wird durch eine projektbegleitende Evaluation in Form von Feedbackbögen überprüft und dient der Qualitätssicherung sowie der Weiterentwicklung des Projektes. Projektleiter Fabian Bernhardt zum aktuellen Umsetzungsstand: "Wir befinden uns seit Dezember 2014 in der aktiven Erprobungsphase und bieten zunächst Kieler Schulen ein auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort abgestimmtes modulares Konzept an. Die ersten Einheiten haben wir durchgeführt und die schulischen Rückmeldungen waren sehr positiv. Weitere Einheiten sind für die nächsten Wochen in Vorbereitung." Generalstaatsanwalt Wolfgang Müller-Gabriel ist beeindruckt von dem persönlichen Einsatz und dem lobenswerten Engagement der jungen Studenten: "Ein solches Projekt in ehrenamtlicher Tätigkeit zu entwickeln und durchzuführen, zeugt von hoher Moitivation und vorbildlicher Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu engagieren."